Elba’s Geschichte

Eine Legende erzählt, daß Venus, die Göttin der Liebe und der Schönheit, mit einer glitzernden Perlenkette geschmückt aus dem Meer auftauchte und von diesem kostbaren Schmuckstück glitten sieben Perlen ins Meer. Diese schufen die sieben herrlichen Inseln des thyrhenischen Meeres:
Elba, Giglio, Capraia, Giannutri, Gorgona, Montecristo und Pianosa.

Elba ist die grösste Insel des toskanischen Archipels und dank der leicht zu erreichenden Küsten und auf Grund der Schönheit der Landschaft ist sie seit den sechziger Jahren ein internationales Touristenziel. Die Geschichte Elbas ist antik und charmant. Ilva, so wurde sie von den Lateinern auf Grund ihrer ersten Einwohner den “Ilvati”, wovon der Name Elba stammt und noch vorher war sie als “Aithale”, “Aithalia” oder “Aithalea” die “Rauchige” bekannt wegen hoher Rauchsäulen, die aus den Hochöfen kamen, die Hämatit, das Eisenmineral, in Metall verwandelten.

Schon vor 4000 Jahren, als man nur Kuprit und Kalkophyrit kannte,die, zusammen geschmolzen, Kupfer ergaben, war Elba ein Höhepunkt von brennenden Hochöfen ganz fleissiger Metallurgischer Experten. Danach gab es Bronze, entstanden aus Kupfer und Zinn und zum Schluss Eisen.

Die Etrusker nahmen die unerschöpflichen Eisenminen der Insel in Besitz, gefolgt von den Römern, die von den Bodenschätzen, die so reich waren, dass man sie als unerschöpflich ansah, angezogen wurden. So beschrieb sie der Poet Virgil: Eine Insel, reich an unerschöpflichen Eisenminen. Als Zeugnis des früheren Glanzes findet man in der Bucht von Portoferraio große römische Villen, von denen nur noch wenige Ruinen, die zwischen dem 1. Jahrhundert vor Cristus bis in das 1. Jahrhundert nach Cristus gebaut worden sind, übrig geblieben sind. Besonders luxioröse Villen gab es in “Le Grotte” und in Cavo.

Elba ist auch heute noch ein mineralogisches Paradies: Es gibt hier 150 verschiedene Arten, unter diesen Pyrit, am meisten bekannt auf Grund der perfekten Geometrie seiner Kristalle oder Magnetit, der die Nadel eines Kompass stört oder die “Ilvaite” (die es nur auf Elba gibt).
Die letzten Minen von Rio Marina wurden 1981 geschlossen und um die Geschichte der elbanischen Minerale zu erzählen entstand der Mineralpark der Insel Elba. Die Ausflüge umfassen die Minen im Freigelände von Rio Marina und Rio Albano und die unterirdische “Ginevro”, wo die Besucher von Führern begleitet eine Tiefe von 92 Metern erreichen können. Die Museen, die Photos, Dokumente, Werkzeuge und Rekonstruktionen aufbewahren, sind drei: Das Museum “Vecchie Officine” im Ort Calamita, die Mineraliensammlung von Alfeo Ricci in Capoliveri und das Mineralmuseum “Erisa Gannai Tonietti” in Rio Marina.

Wegen der geographischen Lage, insbesondere strategisch und wegen ihrer riesigen Mineralschätze war die Insel Schauplatz eines Wechsels von Völkern und verschiedenen Zivilisationen des Mittelmeerbreichs bis zum bedeutsamen Aufenthalt von Napoleon Bonaparte, der aber in seiner nur kurzen Herrschaft eine kulturelle Einzigartigkeit bestimmte. Das Fürstentum von Elba entstand am 13. April 1814 und bestand bis zum 1. März 1815. Wenige Tage zuvor, am 26. Februar, verliess Napoleon Elba und kehrte nach Frankreich zurück. Bonaparte, erbaute dank seiner fieberhaften Aktivitäten neue Konstruktionen und Mauern, liess befahrbare Straßen, die bis dahin fehlten, bauen und gab der Eisenindustrie, der Fischeri und der Landwirtschaft neue Resourcen. Ihm ist die Aufnahme der drei goldenen Bienen in die berühmte elbanische Fahne zu verdanken. Die Bienen sind das Symbol seiner drei treuen Würdenträger, die zusammen mit ihm die Insel mit dem Motto “Ubicunque Felix” regierten.

Elba bezaubert wegen ihres milden Klimas, der erholsamen Landschaften, seinem Meer mit Felsen und Sandstränden, seinen Ebenen und touristischen Anlagen, gastfreundlich und einladend. Vegetation, Bodenschätze, Landschaften mit kleinen und großen Buchten, Kliffe und goldene Strände, kleine am Hang gelegene Orte und größere belebte Orte, weite Waldgebiete: die ganze Insel kann wirklich eine Entdeckung sein.

Auf den Pfaden zwischen der mediterranen Macchia finden sie eine fast unberührte Landschaft, umgeben von kristallklarem Wasser. Seit 1996 geört die Insel Elba zum Projekt des Nationalparks des toskanischen Arcipels, dem grössten Seepark Europas und Pelagos, internationales Sanktuarium zum Schutz der Weißwale.